01

Vor der Einreise: Zuständigkeiten festlegen

Eine Person im Betrieb hält Einreisedatum, Arbeitsbeginn, Ansprechpartner, Übergangsunterkunft und den Weg zur Arbeitsstelle zusammen. Die Fachkraft bekommt vorab einen verständlichen Ablauf mit Kontakt für Rückfragen. Offene behördliche Schritte werden separat dokumentiert; ein Visum oder Titel wird nicht vorausgesetzt, bevor er tatsächlich vorliegt.

02

Erste Woche: Sicherheit und Orientierung

Arbeitsplatz, Team, Schichtplan, Pausen, Arbeitsschutz und Notfallwege sollten erklärt und verstanden werden. Vermeiden Sie, dass eine neue Fachkraft Sicherheitsregeln nur schriftlich erhält, wenn das betriebliche Sprachniveau noch nicht ausreicht. Legen Sie die wichtigste Ansprechperson für fachliche und alltägliche Fragen fest.

03

Erster Monat: fachliche Lernziele

Definieren Sie zwei bis vier beobachtbare Aufgaben, die am Ende des ersten Monats selbständig möglich sein sollen. Vereinbaren Sie wöchentliche kurze Gespräche über Arbeitsabläufe, Sprache und Hindernisse. Bei reglementierten Berufen muss die Tätigkeit zur vorhandenen Berufserlaubnis und gegebenenfalls Qualifizierungsmaßnahme passen.

04

Bis Tag 90: Bindung und Entwicklung

Prüfen Sie mit Fachkraft und Führungskraft, ob Aufgaben, Arbeitszeit und Wohnsituation den Erwartungen entsprechen. Dokumentieren Sie Unterstützungsbedarf und einen nächsten Entwicklungsschritt. Es geht nicht um eine automatische Erfolgsgarantie, sondern darum, Probleme früh sichtbar und bearbeitbar zu machen.

05

Checkliste für HR und Führungskraft

Vor Ankunft: Kontakt, Wohnung, Anreise, Unterlagen. Am ersten Tag: Arbeitsplatz, Sicherheit, Team und konkrete Aufgaben. Nach Woche eins: Verständnisfragen. Nach Monat eins: Lernziele und Feedback. Nach drei Monaten: Zusammenarbeit, Qualifizierung und weitere Unterstützung. Jede Zeile braucht eine zuständige Person und einen Termin.

HÄUFIG GEFRAGT

Klare Antworten auf wichtige Fragen

Die wichtigsten Fragen zu diesem Thema – kompakt beantwortet und am offiziellen Verfahren orientiert.

01Wer ist für das Onboarding verantwortlich?

Der Arbeitgeber muss die betriebliche Einarbeitung organisieren. Ein fester Ansprechpartner im Team und eine koordinierende HR-Person machen die Aufgaben nachvollziehbar; externe Begleitung kann ergänzen, ersetzt diese Verantwortung aber nicht.

02Wann beginnt die Integration?

Sinnvollerweise vor der Ankunft. Erwartungen, erste Arbeitswoche und wichtige organisatorische Schritte lassen sich früh vorbereiten.

03Was tun bei fehlenden Sprachkenntnissen am Arbeitsplatz?

Aufgaben und Sicherheitsanweisungen müssen verständlich vermittelt werden. Gemeinsam sollten ein realistisches Sprachziel, passende Unterstützung und regelmäßige Verständnisprüfungen festgelegt werden.

Offizielle QuelleMake it in Germany – Onboarding und WillkommenstageMake it in Germany – Ankunft vorbereitenBitte prüfen Sie vor einer Entscheidung stets die aktuelle Fassung der offiziellen Informationen.