01

Mit dem tatsächlichen Einsatz beginnen

Beschreiben Sie zuerst, ob Sie Personal für Güter- oder Personenverkehr suchen. Halten Sie Fahrzeugklasse, Einsatzort, Arbeitszeitmodell und Tätigkeiten fest. Ein Profil mit dem Titel 'Fahrer gesucht' lässt entscheidende Fragen offen. Im Auswahlgespräch sollten praktische Aufgaben, bisherige Fahrzeuge und Sprachverständnis für betriebliche Anweisungen besprochen werden.

02

Zwei Qualifikationslagen unterscheiden

Das Bundesportal unterscheidet Beschäftigung mit bereits vorhandener erforderlicher EU-/EWR-Fahrerlaubnis und Grundqualifikation von Fällen mit noch fehlenden Nachweisen. Beim zweiten Weg kann zunächst eine andere Tätigkeit im Unternehmen mit einer Qualifizierung kombiniert werden. Daraus folgt keine sofortige Erlaubnis zum Einsatz als Berufskraftfahrer.

03

Die Arbeitgeberverantwortung bleibt bestehen

Der Arbeitgeber ist für das Vorliegen der erforderlichen Erlaubnisse und Befähigungen verantwortlich. Die Bundesagentur für Arbeit prüft im Zustimmungsverfahren die Beschäftigungsbedingungen; eine Zustimmung ersetzt nicht die betriebliche Prüfung der Fahrberechtigung. Stellen Sie deshalb vor der Einsatzfreigabe sicher, dass Nachweise, Gültigkeit und vorgesehene Tätigkeit zusammenpassen.

04

Vor Vertragsabschluss eine Lückenliste erstellen

Arbeiten Sie mit vier Spalten: vorhandener Nachweis, offene Frage, zuständige Person und nächster Termin. Erfasst werden sollten Führerscheinklasse und Ausstellerstaat, Qualifikationsnachweis, Beschäftigungsangebot und gegebenenfalls Qualifizierungsbedarf. Eine übersichtliche Lückenliste erleichtert die Abstimmung zwischen Personalabteilung, Disposition und Bewerber, ohne bereits ein Ergebnis vorwegzunehmen.

05

Qualifizierung und Kosten transparent vereinbaren

Wenn Nachweise fehlen, planen Sie die zulässige Tätigkeit während der Qualifizierung getrennt vom späteren Fahrereinsatz. Regeln Sie Kosten für Unterricht, Prüfungen, Unterkunft und Reise sowie die zuständigen Ansprechpartner schriftlich. Prüfen Sie die konkreten Bedingungen anhand des verlinkten Bundesportals und bei den zuständigen Stellen; die Möglichkeiten hängen vom Einzelfall ab.

06

Arbeitsbeginn aus Sicht der Disposition vorbereiten

Ein neuer Fahrer benötigt mehr als einen Dienstplan: verständliche Sicherheitsunterweisung, Ansprechpartner, Erklärung betrieblicher Abläufe und einen geordneten Einstieg. Halten Sie Einsatzplanung und Einreiseplanung auseinander. Erst wenn alle erforderlichen Voraussetzungen tatsächlich vorliegen, sollte die konkrete Fahrertätigkeit freigegeben werden.

HÄUFIG GEFRAGT

Klare Antworten auf wichtige Fragen

Die wichtigsten Fragen zu diesem Thema – kompakt beantwortet und am offiziellen Verfahren orientiert.

01Reicht ein Führerschein aus einem Drittstaat für den sofortigen Lkw-Einsatz?

Nicht pauschal. Fahrerlaubnis, berufliche Qualifikation und der zulässige Beschäftigungsweg müssen geprüft werden. Fehlende Voraussetzungen dürfen nicht durch einen Arbeitsvertrag ersetzt werden.

02Können Bewerber zunächst im Lager arbeiten und sich qualifizieren?

Ein solcher Weg kann unter den im Bundesportal beschriebenen Voraussetzungen in Betracht kommen. Die alternative Tätigkeit und die spätere Beschäftigung als Fahrer müssen gesondert geplant werden.

03Welche Angaben sollte eine Spedition für die erste Anfrage vorbereiten?

Anzahl der Stellen, Fahrzeugklasse, Standort, Aufgaben, Arbeitszeitmodell, gewünschter Startkorridor und bereits bekannte Nachweise der Bewerber. Eine unverbindliche Ersteinschätzung ersetzt keine behördliche Entscheidung.

04Wer prüft die Fahrberechtigung vor dem ersten Einsatz?

Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass die erforderlichen Erlaubnisse und Befähigungen vorliegen. Die Zustimmung der Arbeitsverwaltung entbindet ihn nicht von dieser Verantwortung.

Offizielle QuelleMake it in Germany – BerufskraftfahrerMake it in Germany – Offizielles PortalBitte prüfen Sie vor einer Entscheidung stets die aktuelle Fassung der offiziellen Informationen.